Förderbereich

Förderunterricht

An unserer Schule besteht für die Schüler die Möglichkeit einen speziellen Förderunterricht zu bekommen. Dieser Förderunterricht versteht sich als eine Begleitung zu den Unterrichtsinhalten des Hauptunterrichtes, greift hier besonders den Bereich der Bewegungsspiele, die Grob- und Feinmotorik, die Sinne, z. B. Tastsinn und Gleichgewichtssinn, die Wahrnehmungsschulung auf. Das Kind soll in seinem Selbstvertrauen gestärkt und unterstützt werden, um darauf aufbauend seine konkreten Schwächen (z. B. Lesen, Rechnen) verbessern zu können. Unsere Förderarbeit ist kein Nachhilfeunterricht, sondern das Kind soll in seiner Entwicklung soweit gefördert werden, dass es die Lernanforderungen in der Klasse bewältigen kann.

Der methodische Ansatz ist sehr individuell und richtet sich ganz an den persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes und seiner Gesamtkonstitution aus. Dies könnte z. B. den Bewegungsbereich (hüpfen, balancieren, Seil springen, Ballspiele, jonglieren), den Wahrnehmungsbereich (Tasten von Gegenständen und unterschiedlichen Materialien oder Buchstaben), rhythmisch-musikalische Übungen, das bildhafte Erarbeiten der Buchstaben, Raumorientierungsspiele zum Erfassen des Zahlenraums, das Aquarellmalen und das Formenzeichnen umfassen.

Der Förderunterricht wird hauptsächlich den Kindern der Klassen 1-5 erteilt. Er findet als Einzel- oder Gruppenunterricht, parallel zum Haupt- oder Fachunterricht, an 3 Tagen der Woche für jeweils 20 Minuten statt.

Sprachgestaltung

Sprachgestaltung ist eine künstlerische Form des Sprechens, die von Rudolf Steiner in Zusammenarbeit mit Marie Steiner von Sievers entwickelt wurde. Die vielfältigen Ansatzpunkte ermöglichen über die Sprache die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern.

Die Sprachgestaltung schult in besonderer Weise das Sprechen. Differenzierte Sprechübungen wie z. B. Atem-, Artikulations- und Geläufigkeitsübungen ermöglichen den Kindern die Sprache bewusst und gut auszubilden.

Die Kinder müssen häufig lernen, genau hinzuhören wie was gesprochen wird. Der spielerische Umgang mit der Sprache anhand von kleinen Gedichten oder auch Sprechübungen sowie das Arbeiten an einzelnen Lauten festigt und verbessert die Sprache.

Die Sprachgestaltung findet für die Kinder der Klassen 1 bis 6 während der regulären Unterrichtszeit statt. Es wird einzeln dreimal wöchentlich je 20 Minuten über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen gearbeitet.

Heileurythmie

Heileurythmie ist ein fester Bestandteil der Waldorfpädagogik. Sie versucht, den Kindern zu helfen, ein inneres Gleichgewicht zu finden. Es werden Prozesse angeregt, um einseitige Polarisierungen auszugleichen und diese zu harmonisieren. Viele Eltern haben dieses an ihren Kindern bereits erleben können.

Neben dem Unterricht werden die Kinder einzeln oder in kleinen Gruppen therapeutisch gefördert. Die Kinder bekommen Hilfen für ihre Entwicklung, es handelt sich hier in der Regel nicht um medizinische Behandlungen.

Im Laufe einer ca. 7-wöchigen Behandlungszeit erarbeiten sich die Schüler 2-4x wöchentlich bestimmte Bewegungsübungen. Die Behandlung erfolgt in Absprache mit den Lehrern und Eltern.

Zurzeit wird die Heileurythmie über einen Elternfonds finanziert.

Besondere Probleme

Besondere Probleme, wie zum Beispiel Stottern, Legasthenie oder gravierende Konzentrationsschwäche, werden in der Regel durch die therapeutischen Übungen der Heileurythmie angegangen, die eine Fachkraft auf der Grundlage ärztlicher Diagnose vermittelt.