Abschluss
Waldorfabschluss
Waldorfschulen haben einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag in der öffentlichen Schullandschaft. Damit ergeben sich auch besondere Arten von Prüfungen am Ende der Waldorfschulzeit.
Die eigentliche Waldorfschulzeit endet nach 12 Schuljahren mit dem so genannten Waldorfabschluss, der aus folgenden Teilen besteht:
- Den Schulpraktika
- 8. Klasse: Forstpraktikum, 2 Wochen
- 9. Klasse: Landwirtschaftspraktikum, 3 Wochen auf biologisch-dynamischen Bauernhöfen
- 10. Klasse: Vermessungspraktikum, 2 Wochen
- 11. Klasse: Sozial- bzw. Betriebspraktikum
- Der Studienfahrt mit naturwissenschaftlichem oder kunstgeschichtlichem Schwerpunkt,
- Der Jahresarbeit mit praktischem, künstlerischem und theoretischem Teil,
- Dem Eurythmieabschluss,
- Dem Klassenspiel, d. h. Einstudieren und Aufführen eines anspruchsvollen, abendfüllenden Theaterstücks.
Der Waldorfabschluss setzt neben dem regulären Unterrichtsangebot in den allgemeinbildenden Fächern eine besondere Reifeleistung in individueller, sozialer und kultureller Hinsicht voraus.
Der wesentliche Unterschied zu den staatlichen Prüfungen besteht darin, dass die Jugendlichen sich für den Waldorfabschluss selbst Themen und Projekte heraussuchen, die sie einzeln bzw. in Gruppen über einen längeren Zeitraum mit Unterstützung von Lehrern und Tutoren bearbeiten und einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Dabei werden unter anderem die heute von der Wirtschaft und den Ausbildern geforderten Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz, Flexibilität und fachübergreifendes Können gefördert.
Staatliche Abschlüsse
Parallel zum Waldorfabschluss streben die Schüler die staatlichen Abschlüsse an. Am Ende der 12. Klasse werden von der Bezirksregierung folgende Abschlüsse erteilt:
- Sek. I - Hauptschulabschluss
- Sek. I - Realschulabschluss
- Erweiterter Sek. I - Abschluss
Nach einem weiteren Jahr - am Ende der 13. Klasse - können die Schüler erwerben:
- Fachhochschulreife (schulischer Teil)
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)





