WALDORFPÄDAGOGIK ALLGEMEIN

Das Hauptanliegen der Waldorfpädagogik ist die ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit. Diese verbindet drei Bereiche miteinander:

  • die naturwissenschaftliche Denkweise,
  • das ästhetische Empfinden und
  • das sozial verantwortungsbewusste Handeln.

Ganzheitliche Bildung und Erziehung in diesem Sinne umfasst deshalb die Förderung der leiblichen, seelischen und geistigen Anlagen des Kindes gleichermaßen.

Das Prinzip der Auslese wird in den Waldorfschulen durch eine Pädagogik der Förderung ersetzt. Eine gemeinsame Schulzeit über zwölf Schuljahre für Schülerinnen und Schüler verschiedener Begabungen und unterschiedlicher sozialer Herkunft stärkt die soziale Kompetenz. Deshalb gibt es auch kein Sitzenbleiben und nackte Notenbewertungen: Jede Schülerin und jeder Schüler erhält ein individuelles Textzeignis, das die Stärken und Schwächen umfassend benennt und so Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Erziehungsarbeit bietet.

Erst in der Oberstufe werden parallel dazu Notenzeugnisse ausgestellt, um eine Vergleichbarkeit mit öffentlichen Leistungsvorgaben zu ermöglichen. Der Unterricht an Waldorfschulen basiert weltweit auf den Prozessen kindlichen Lernens und den Stufen menschlicher Entfaltung in Kindheit und Jugend.

Waldorfpädagogik in Braunschweig

Über die allgemein an Waldorfschulen üblichen Unterrichtsfächer hinaus versuchen sich die einzelnen Schulen im Rahmen der gegeben Möglichkeiten zu profilieren, so auch die Waldorfschule Braunschweig.

Dazu gehören Unterrichtsangebote, aber auch Projekte und AGs, die in das pädagogische Konzept der Schule eingebunden sind.

Orchester, Chor und Instrumentalunterricht

Über den Rahmen des normalen Musikunterrichts hinaus sind die Schüler der Oberstufe verpflichtet, sich entweder an der Chor- und Ensemblearbeit zu beteiligen oder beim Oberstufenorchester mitzuwirken. Aus dieser Arbeit heraus entstehen großartige abendfüllende Konzerte, die zu den Highlights des Schuljahres zählen und stets für ein "volles Haus" sorgen.

Regelmäßig treten dabei auch Solisten aus den Reihen der Schüler auf, die diese Konzerte nutzen, um Beiträge vorzustellen, die sie auch bei "Jugend musiziert" oder ähnlichen Wettbewerben äußerst erfolgreich aufführen. So verwundert es nicht, dass in den letzten Jahren etliche Gewinner dieser Wettbewerbe auf Landes- oder gar Bundesebene Waldorfschüler aus Braunschweig sind.

Daneben wird an unserer Schule auch ein individueller Instrumentalunterricht durch Externe angeboten, von Streichinstrumenten wie Geige, Bratsche oder Cello über Blasinstrumente (Holz und Blech) bis hin zu Tasteninstrumenten.

Gartenbau und Schulgarten

Von einem Schulgarten zu sprechen, ist fast schon Untertreibung: An unserer Schule gibt es, neben dem weitläufigen Schulhofgelände noch ein großes Areal, in dem ein Kräutergarten, einige Gewächshäuser, eine Streuobstwiese und sogar ein ganzer Schulacker zu finden sind.

Hier lernen die Grundschüler durch eigenes Arbeiten ganz direkt, wie aus einem Samen ein Korn und daraus schließlich selbst gemahlenes Mehl wird, welches im schuleigenen Backhaus zu duftendem Brot gebacken wird.

Zusammen mit dem Honig aus den schuleigenen Bienenstöcken und dem Gemüse aus biologischem Anbau werden diese handwerklich hergestellten Lebensmittel in der schuleigenen Mensa verarbeitet und ggf. auch an Eltern verkauft.

 

Kooperation mit Waldorfkindergärten in Braunschweig

Die Freie Waldorfschule Braunschweig bemüht sich um eine enge Zusammenarbeit mit den Waldorfkindergärten in und um Braunschweig.

Dazu gehören gemeinsame Veranstaltungen wie der Martinsmarkt oder Flohmärkte, aber auch Vorträge und Informationsveranstaltungen für künftige Schuleltern. Hier können interessierte Eltern Informationen zur Waldofschule aus erster Hand bekommen, sowohl von (Klassen-)Lehrern als auch von älteren Schülern, die sich mit ihren Arbeiten regelmäßig präsentieren.

Der Besuch eines Waldorfkindergartens ist keine Voraussetzung für den Besuch der Waldorfschule, bietet aber eine gute Möglichkeit, schon mal vorab das Treiben auf dem Schulgelände kennen zu lernen, sofern man den Kindergarten direkt neben dem Schulgelände besucht.

Über den Förderverein Waldorfpädagogik e.V. Braunschweig

Der Förderverein Waldorfpädagogik e.V. Braunschweig wurde 1988 von Eltern der Waldorfschule Braunschweig gegründet und ist nicht zu verwechseln mit dem "Schulverein" der Waldorfschule, in dem man automatisch Mitglied ist, wenn man ein Kind an der Waldorfschule hat. Der Schulverein ist auch nur für Belange der Schule zuständig.

Der Förderverein Waldorfschule möchte alle Waldorfeinrichtungen in der Braunschweiger Region unterstützen, z.B. die Waldorfschule oder die Waldorfkindergärten in Braunschweig. In erster Linie dient es natürlich dazu, einzelne Projekte oder Anschaffungen finanziell zu unterstützen.

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Inzwischen hat der Förderverein einen Flyer sowie eine Webseite, auf der man einiges über den Verein erfährt: www.waldorf-bs.de. Dort gibt es auch Informationen über Projekte, die bisher unterstützt worden sind, z.B. der Glockenturm auf dem Schulgelände, das Tier-Projekt, die Video-AG, die Brasilien-Initiative, das Baumhaus und vieles andere.

Wer Interesse hat, kann gern im Förderverein mitarbeiten. Dazu gibt es alle 8-10 Wochen ein offenes Vorstandstreffen in der Waldorfschule, an dem auch Interessierte gern teilnehmen können. Diese Treffen dienen auch dem Austausch und der Begegnung miteinander.

Außerdem gibt es einen Mailverteiler des Fördervereins, durch den man regelmäßig über Aktivitäten des Fördervereins informiert wird. Man die Infomails auch bekommen, wenn man kein Mitglied ist. Kontakt: udo.dittmann@t-online.de

Man kann Mitglied im Förderverein werden (Beitrag von 20 Euro im Jahr) oder den Verein finanziell unterstützen. Letztlich kommt das Geld den Projekten der Waldorfpädagogik in Braunschweig zugute.

Ein Beitrittsformular findet man auf der Webseite des Fördervereins unter http://waldorf-bs.de/mitglied-werden-2